2.2 / Deutz F4L514 Bosch PE4A75B120LS4531 Einspritzpumpe

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Fa. Poschenrieder, Motoreninstandsetzung – Herausragende Kompetenz seit 1947.

In unserem Shop sehen Sie den über drei Generationen angesammelten Bestand. Wir nutzen diesen, um generalüberholte Einspritzpumpen im Tausch anbieten zu können – vom Ersatzteilspender bis zur komplett überholten Baugruppe.

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Die Pumpe ist nicht direkt online kaufbar, da vorab besprochen werden sollte, was genau Sie brauchen. Je nach Pumpe bieten wir Ihnen:

Prüfstandsläufe und Einstellung

Komplette Überholungen

Ersatzteile oder gebrauchte Teile

Gebrauchte Einspritzpumpen

Unsere Leistungen sind sehr Umfangreich daher der Weg über Whatsapp. Sie können jederzeit eine Nachricht mit Ihrem Bedarf durch schicken und ich kann mich auf die Antwort oder den Rückruf vorbereiten. Schreiben Sie mich an, die interne Bezeichnung dieses Zylinderkopf lautet 2.2

Zum Verkauf steht eine gebrauchte Bosch Einspritzpumpe, Typ PE4A 75B120 LS4531. Kennnummern auf dem Typenschild: Bosch-Nr. 01N03254. Handförderpumpe nicht vorhanden. Regler: vorhanden, Bosch RQV 250/1450 A1401. 

Die Bosch-Einspritzpumpe mit der Typenbezeichnung PE4A75B120LS4531 (oft leicht abweichend als PE4A75B420LS... oder in ähnlichen Revisionsnummern geführt) ist eine extrem robuste 4-Zylinder-Reiheneinspritzpumpe. Sie gehört zu den echten Urgesteinen der deutschen Nachkriegs-Agrar- und Nutzfahrzeuggeschichte. 
Im Gegensatz zu den zuvor besprochenen Mercedes-Modellen besitzt sie im Werkscode kein „S“ hinter dem „E“ (PE statt PES), was bedeutet, dass sie über eine eigene Tragkonstruktion (meist mit Fuß- oder Basismontage) statt einer reinen Flanschbefestigung verfügt.


🛠️ Betroffener Motorentyp
Diese Ausführung der PE4A-Pumpe wurde primär für legendäre, luft- oder wassergekühlte Vierzylinder-Dieselmotoren der Marke KHD (Klöckner-Humboldt-Deutz) entwickelt, insbesondere für:
  • Deutz F4L 514 (Luftgekühlter 4-Zylinder-Dieselmotor mit Wirbelkammerverfahren)
  • Hubraum: Enorme 5,3 Liter (5.322 ccm)
  • Leistung: Je nach Drehzahl und Anwendung ca. 60 PS bis 65 PS. Er gilt unter Traktoren-Liebhabern als einer der bulligsten und klangvollsten Motoren überhaupt. 

🚜 e Fahrzeuge und Schlepper
Die Pumpe befeuerte schwere Ackerschlepper und Baumaschinen der 1950er und frühen 1960er Jahre, bei denen es auf schiere Zuverlässigkeit ankam:
  • Deutz F4L 514 /51 (und Nachfolger): Der berühmte „Großvater“ unter den Nachkriegsschleppern von Deutz – das damalige Flaggschiff für Großbetriebe.
  • Historische Baumaschinen: Frühe Kettenlader, Steinbrecher oder schwere Notstromaggregate, die auf den unverwüstlichen 514er-Deutz-Motoren basierten.
  • Hanomag und MAN Oldtimer: In historisch verwandten Baureihen (z. B. Hanomag R455 / R460 oder MAN-Vierzylindern jener Epoche) kamen strukturell sehr ähnliche Pumpen der PE4A75B-Baureihe mit angepassten Reglern zum Einsatz.

🔍 Aufschlüsselung der Bosch-Bezeichnung
  • P = Pumpe
  • E = Eigenantrieb (integrierte Nockenwelle)
  • 4 = 4 Zylinder (für 4 Einspritzleitungen)
  • A = Pumpengröße/Baureihe (A-Pumpe, das Standardgehäuse für mittelschwere Motoren)
  • 75 = Kolbendurchmesser des Pumpenelements (7,5 mm – liefert ordentlich Kraftstoffvolumen für die großen 1,3 Liter Hubraum pro Zylinder)
  • B = Kennbuchstabe für die Gehäuse-Generationsstufe
  • 120 (oder 320/420 je nach Baujahr): Kenngröße für den internen Nockenwellenhub
  • L = Linksdrehend (Wichtige Besonderheit beim Deutz-Antrieb!)
  • S4531 = Der spezifische Kundenschlüssel von Bosch, der die genaue Kombination mit dem Fliehkraftregler (meist ein RSV- oder rüttelfester Regler) und die exakte Fördermenge regelt. 

⚙️ Wartungs- und Praxistipp (Eigener Ölsumpf!)
Genau wie bei der älteren Mercedes-Heckflossenpumpe gilt hier: Diese historische Pumpe hat einen vollkommen autarken Ölkreislauf. Sie schmiert ihre Nockenwelle und die Rollenstößel nicht über den Motor. 
Im harten Alltag sickerte über die Jahrzehnte immer etwas Diesel an den Pumpenelementen vorbei nach unten in das Gehäuse und verdünnte das Schmieröl. Wer vergisst, hier regelmäßig das Öl über die Kontrollschraube zu prüfen und frisches handelsübliches Motoröl nachzufüllen, riskiert, dass die Nockenwelle im reinen Dieselbad läuft und einläuft. 
Haben Sie einen solchen Deutz F4L 514-Klassiker oder einen vergleichbaren Oldtimer-Schlepper in der Restauration? Falls die Pumpe nach langer Standzeit festsitzt (was bei diesen Modellen durch verharzten Diesel extrem häufig vorkommt), kann ich Ihnen gerne Tipps zum vorsichtigen Gängigmachen geben